.

Häuser-Schnäppchen sind heiß begehrt Diesen Text vorlesen lassen

170206 Häuser-Schnäppchen sind heiß begehrt

 

Online-Version (RP online)

 

Die Nachfrage nach Immobilien ist in Deutschland ungebrochen hoch. Das führt aber zu Rückgängen auf dem Markt der Zwangsversteigerungen, wie die Argetra aus Ratingen in ihrem Jahresbericht feststellt.
VON STEFAN MÜLDERS
KREIS METTMANN Wenn es um einen Überblick über den Markt der Immobilien-Zwangsversteigerungen in Deutschland geht, ist die Argetra aus Ratingen die erste Anlaufstelle. Seit einigen Jahren stellen die Experten um Geschäftsführer Axel Mohr fest, dass die Termine dafür rückläufig sind. Eine Folge der Niedrigzinsen und des daraus resultierenden hohen Interesses an Gebrauchtimmobilien. So wechseln viele Objekte bereits vor dem Zwangsversteigerungstermin den Besitzer.
Von den deutschlandweit rückläufigen Terminen abgesehen ist Nordrhein-Westfalen weiter der Spitzenreiter im Ländervergleich. Von deutschlandweit 30.885 anberaumten Terminen entfielen im vergangenen Jahr 7.832 auf NRW, was einem Rückgang zum Vorjahr um 21,1 Prozent entspricht.  „Aufgrund der politisch gewollten Niedrigzinsphase ist die Nachfrage nach Immobilien weiterhin ungebrochen“, resümiert Axel Mohr. „Banken können zirka 50 Prozent der Immobilien bereits vor der Versteigerung freihändig verkaufen, sodass auch in 2016 die Termine nochmals abnahmen.“ Ein Trend, der bereits seit mehreren Jahren zu beobachten ist. Bezogen auf die Verkehrswerte ist der Rückgang prozentual betrachtet noch höher, von rund 1,62 Millionen Euro sanken sie in NRW auf rund 1,22 Millionen Euro (-24,5 Prozent), deutschlandweit von 6,03 Millionen Euro auf 4,85 Millionen Euro. „Durchschnittlich sanken damit die Verkehrswerte pro Objekt um 157.000 Euro“, stellt Mohr fest. „Allerdings beobachten wir im Ländervergleich stark unterschiedliche Entwicklungen: In Berlin, Bayer, Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Sachsen stiegen die Verkehrswerte je Immobilie, während sie in den übrigen Bundesländern sanken.“
Im Kreis Mettmann verzeichneten die vier Amtsgerichtsstandorte ebenfalls Rückgänge. In Langenfeld sanken die Termine von 40 im Jahr 2015 auf 30 im vergangenen Jahr, Mettmann lag mit 40 zu 31 ähnlich hoch. In Ratingen wurde ein Termin weniger anberaumt als im Vorjahr (25 zu 24) und Velbert sank von 79 auf 67. Über den gesamten Kreis betrachtet sanken die Verkehrswerte von 43,72 Millionen Euro auf 33,58 Millionen Euro. Damit liegt der Kreis voll im deutschland- und vor allem NRW-weiten Trend.
Der Verlag Argetra gibt monatlich deutschlandweit regional sortierte Kalender heraus, in denen die Zwangsversteigerungstermine der jeweiligen Regionalausgabe aufgeführt sind. In eigenen Analysen beobachtet der Verlag die Branche und ist damit in der Lage, eigene Prognosen zu erstellen. „Wir werten jedes Jahr tausende von Gutachten aus und können so die Verkehrswerte für zukünftige Versteigerungen einschätzen und steigende oder fallende Werte prognostizieren“, sagt Axel Mohr. Inzwischen werden die Immobilienzwangsversteigerungstermine nicht nur im gedruckten Katalog sondern auch in einer umfangreichen Online-Datenbank veröffentlicht, für die sich Immobilieninteressierte freischalten lassen können.

Der Kalender von Argetra
Neben den monatlichen regionalen Versteigerungskalendern, deutschlandweiten Sonderausgaben beispielsweise für Hotel und Gastronomie, Denkmalschutzobjekte oder Land- und Forstwirtschaft sowie den Online-Datenbanken bietet Argetra seit einigen Jahren einen separaten Kalender „Studentenwohnungen“ an. Speziell für Standorte von Universitäten und Hochschulen wird dieses Angebot erstellt und ergänzt durch eine Wohnortanalyse für jeden Uni-Standort.



Autor: Muelders -- 10.02.2017; 02:28:49 Uhr

Dieser Artikel wurde bereits 1650 mal angesehen.



Barrierefreies Webdesign Powered by CMS (Content Management System) Papoo 696959 Besucher